Die Landeshauptstadt München erprobt bei der Personalratswahl im Mai 2026 einen Prototyp für kryptographisch verifizierbare digitale Stimmabgabe — als parallele Simulation neben der offiziellen Papierwahl. Ein Pre-Post-Panel-Design, das misst, wie sich Vertrauen durch die konkrete Erfahrung mit dem System verändert.
Die Herausforderung ist nicht nur technisch. Der Weg zur Genehmigung führt durch ein Labyrinth aus zersplitterten Zuständigkeiten: Staatskanzlei, Digitalministerium, Finanzministerium — ohne einheitliche Prüfpraxis, ohne Präzedenzfälle. Dieser Prozess ist selbst ein Forschungsgegenstand.
Ergänzend zur quantitativen Erhebung werden qualitative Interviews durchgeführt: Wie nehmen Beschäftigte die Möglichkeit der digitalen Stimmabgabe wahr? Was beeinflusst ihr Sicherheitsgefühl? Wessen Empfehlung würde ihre Entscheidung beeinflussen?